Zu blond, zu alt, zu ausländisch – Keine Vorurteile beim Recruiting dank Technologie

„Personaler trauen Dicken weniger zu“ oder „Migranten werden bei der Ausbildungssuche benachteiligt“ – so lauten die Schlagzeilen zu aktuellen Studien im Bereich Recruiting. Auch wer anonymisierte Bewerbungen verschickt, verbessert kaum seine Chancen, sondern macht sich eher verdächtig. „Vorurteile wird es immer geben, solange Menschen im Bewerbungsverfahren mitentscheiden“...

- so oder ähnlich werden die Ergebnisse vieler Erhebungen der letzten Jahre zum Thema Unbiased Recruiting weg argumentiert. Dabei hindern doch Vorurteile Unternehmen oft daran, die besten Mitarbeiter zu finden.

 

Vorurteile könnten inzwischen gerade in der Bewerbervorauswahl gänzlich verhindert werden. Im Gegensatz zum Menschen ist moderne HR-Technologie in der Lage, frei von Wertungen über äußerliche Merkmale, personenbezogene Daten oder Einstellungen gegenüber bestimmten Gruppen zu profilieren. Sie wählt Kandidaten ohne den sogenannten unconsciouness bias aus - auf Basis beruflicher Erfahrungen sowie persönlicher Qualifikationen und Kompetenzen für eine Position. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, äußerlichen Merkmalen oder für die Stelle irrelevanten körperlichen Einschränkung kann sie die idealen Kandidaten für eine Stelle matchen und Unternehmen so dabei helfen, die bestmöglichen Mitarbeiter einzustellen.

Auf Seiten der Personaler braucht es Mut zur Einsicht und zum Ausprobieren

Auf Seiten der Personaler braucht es vor allem zwei Dinge: Erstens den Mut, sich einzugestehen, dass jeder Mensch Vorurteile hat und diese auch nicht völlig ausblenden kann. Zweitens das Vertrauen in HR-Technologien wie ProjectRoom, die bereits heute wesentlich effizienter und wertneutraler darüber entscheiden können, ob sich ein Bewerber für eine Stelle eignet. Solange Personalverantwortliche von sich glauben und behaupten, sie selbst könnten Vorurteile ausblenden und nach Bauchgefühl besser entscheiden, werden Diskriminierung und Vorurteile weiterhin einen großen Platz in unserer Arbeitswelt haben. Wirklich passende Kandidaten und somit bessere Personalentscheidungen haben damit oft das Nachsehen. Dabei könnten HR-Profis ihr Augenmerk viel sinnvoller auf die Integration neuer Mitarbeiter, interkulturelle Verständigungen oder die Förderung von Talenten legen, statt sich Aufgaben zu widmen, die inzwischen von intelligenten Systemen erledigt werden können. Denn diese können im Gegensatz zum Menschen darauf trainiert werden, ohne Vorurteile zu analysieren und zu entscheiden. Deshalb ist es umso wichtiger, sich diese menschlichen Defizite bewusst zu machen und darauf mit gezielten Veränderungen der HR Prozesse zu reagieren.

 

Der Einsatz moderner HR Technologie sollte als Chance begriffen werden, sich von hinderlichen Prozessen zu trennen sowie sich deren Potenziale zunutze zu machen, um mehr Zeit für das Wesentliche zu haben: Die Arbeit mit Menschen, die in unserer Arbeitswelt im Mittelpunkt stehen sollten und sich entsprechend ihrer Kompetenzen, Bedürfnisse und Ziele Orientierung, Entwicklung und Coaching wünschen.

 

Ein guter Vorsatz für das neue Jahr 2018 finden wir.

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