Zukunftsprojekte – die vergessene Dimension im Recruiting

#Yolo - Der Trend zu mehr Individualität und freier Lebensgestaltung macht sich bei der Personalsuche zweifelsohne bemerkbar. Gerade jüngere und qualifizierte Bewerber überlegen sich heute zweimal, ob sie einem Unternehmen ihre wertvolle Lebenszeit schenken wollen. Infrage kommen für sie vor allem Jobs, die ihnen ermöglichen, ihre ganz eigenen Lebensziele beruflicher und privater Natur zu verwirklichen.

Viele Unternehmen wissen das inzwischen und versuchen, sich bestmöglich bei den Bewerbern zu präsentieren. Buzzwords wie „Kicker im Büro“ oder „flexible Arbeitszeiten“ werden inzwischen fast inflationär verwendet. Doch ist es wirklich das, was die Kandidaten suchen? Oder geht es oft vielmehr um ganz persönliche Vorstellungen und Wünsche und die Frage, welche Erfahrungen ein Mensch sammeln möchte?

 

Um diesen Fragestellungen gerecht zu werden und dafür geeignete Antworten und Angebote zu finden, brauchen wir eine grundlegend veränderte Herangehensweise im Recruiting. Wir sollten bei Gesprächen mit Kandidaten gemeinsam in die Zukunft blicken. Wir sollten deren Wünsche und Ziele kennenlernen. Und genau deshalb brauchen wir Zukunftsprojekte. Nur tappen die Recruiter hier bislang völlig im Dunkeln, denn der klassische Lebenslauf spiegelt diese Visionen nicht wider und bietet keinerlei Orientierung. Dadurch verlieren Personalsuchende und Jobsuchende viel Zeit und Unternehmen nicht selten später gute Mitarbeiter. Denn wie wir schon in unserem ersten Blogpost über die Zukunftsprojekte festgestellt haben, sind nicht nur die Erfahrungen, die Bewerber bereits gemacht haben, interessant und aussagekräftig. Sondern auch ihre Pläne und Wünsche. Wie können diese also transparent gemacht werden?

Der CV beschreibt nur die Vergangenheit

 

Der klassische CV orientiert sich ausschließlich an der Vergangenheit. Völlig unberücksichtigt bleibt die Frage: „Wo soll die Reise für den Bewerber hingehen?“. Deshalb legen wir bei ProjectRoom besonders Wert auf die Zukunftsprojekte, um dieses Parameter gleich beim ersten Matching (Jobanforderungen vs. Bewerberdaten) miteinzubeziehen. So beschreiben die Kandidaten beispielsweise ihren Wunsch, ein Team zu führen, eine Studienreise zu machen oder eine bestimmte Fertigkeit zu erlangen einfach als Zukunftsprojekt in ihrem ProjectBook. Sie beschreiben wo, woran und wie sie arbeiten möchten und welche persönlichen Ziele sie damit und dabei erreichen wollen. Zusätzlich profiliert der Algorithmus (AI) hinter ProjectRoom auch, welche Tendenzen und Neigungen sich aus den bisherigen Erfahrungen abzeichnen. So wird das Profiling und Matching um eine äußerst wichtige Dimension erweitert, die es beim Lebenslauf nicht gibt.

 

Konkret sehen Zukunftsprojekte zum Beispiel folgendermaßen aus:

  • Der Kandidat möchte in den kommenden 5 Jahren im Ausland arbeiten und beschreibt, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten er damit erlangen oder ausbauen möchte.
  • Der Kandidat wünscht sich innerhalb des nächsten Jahres eine Führungsposition in einem großen Unternehmen und absolviert dafür bereits verschiedene Weiterbildungskurse.
  • Der Kandidat möchte eine Buchveröffentlichung zu einem Experten-Thema verwirklichen und damit auch seine umfangreichen Erfahrungen teilen.

 

Warum es wichtig ist, diese persönlichen Wünsche zu beachten: Die Treue zum eigenen Arbeitgeber lässt immer mehr nach. Zwei Drittel der Mitarbeiter machen nur Dienst nach Vorschrift, 15 Prozent haben sogar schon innerlich gekündigt, so die Ergebnisse der diesjährigen Gallup-Studie. Mitarbeiter verlassen Unternehmen, weil die Erfüllung persönlicher Wünsche und persönliche Weiterentwicklung nicht gegeben sind. Die große Chance, Mitarbeiter zu motivieren und zu binden, besteht deshalb darin, diese Wünsche ernst zu nehmen, in geeigneter Weise darauf zu reagieren und in deren Umsetzung kreativ zu werden. Überlegen Sie sich, welche Möglichkeiten ganz individuell auf den Kandidaten passen. Eine Jobposition im Ausland oder ein Sabbatical? Eine Teamleitung oder erst mal eine Leadership Weiterbildung? Gehen Sie hier auf jeden Fall individuell auf die Wünsche ein statt nur unkonkret über Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu sprechen.

 

So gehen Unternehmen und Kandidaten von Anfang an in die gleiche Richtung!

 

Indem ProjectRoom die persönliche Vision in den Bewerbungsprozess aufnimmt, bekommen Arbeitnehmer und Arbeitgeber von Anfang an mehr Orientierung und wichtige Informationen. Arbeitgeber können so zum einen besser beurteilen, ob sie einen Kandidaten langfristig binden können und zum anderen individuelle Angebote und Jobprofile leichter entwickeln. Zudem können Recruiter und Personalabteilungen wirklich verstehen, was ihre Bewerber und Arbeitnehmer sich wünschen und was sie antreibt.

 

Durch das Profiling und Matching vorhandener Kompetenzen sowie individueller Entwicklungswünsche in der neuen Karrierewelt von ProjectRoom begeben sich Unternehmen und Mitarbeiter von Anfang an auf eine gemeinsame Reise.

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