Wir stimmen Harvard-Professorin Iris Bohnet zu: "Bewerbungsgespräche wird es in 10 Jahren nicht mehr geben!" und Chancengleichheit ist ein Muss der Zukunft!

Begeistert haben wir das stern-Interview von Harvard-Professorin Iris Bohnet gelesen, in dem sie darüber spricht, wie menschliche Emotionen und Vorurteile die Entscheidungen von Personalern beeinflussen - auch sehr oft unbewusst. Denn jeder hat Stereotypen im Hinterkopf und greift gedanklich immer wieder auf alte Klischees zurück. Viele Firmen suchen sich die falschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus, weil sie sich von ihren Gefühlen blenden lassen und die Fakten ignorieren. So stehen das "Bauchgefühl" und die "Daten", bzw. der Mensch und die Maschine, wieder einmal gegenüber. Kann es da ein Happy End geben?

Mit Klischees Zeit sparen?!

 

Schauen wir uns das "Bauchgefühl" einmal genauer an: Der Mensch trifft Entscheidungen, die aus seiner Erfahrung, seinem Wissen und seiner Intuition entstehen. Alle Elemente, die zu einer Entscheidung führen sind dabei entweder selbst ein Gefühl oder sind stark mit Gefühlen verbunden. In vielen Situationen ist das von Vorteil, aber in vielen auch nicht. Und die Bewerbervorauswahl ist so eine "auch-nicht"- Situation! 

 

Sobald es um Entscheidungen geht, die mit Menschen zu tun haben, neigen wir dazu uns an Stereotypen zu halten. So können wir die vielen Informationen über eine Person schneller und einfacher verarbeiten und analysieren. Denken Sie nur einmal, was eine Person alles an Informationen mitbringt: Mimik, Gestik, Sprache, Aussehen, Kleidung, Stimme, Wissen, Wünsche, persönliche Erfahrungen, Lebensgeschichte, Alter, Herkunft, Religion, Stärken, Schwächen, Verhalten und so weiter.

 

Doch wir haben keine Zeit dazu, all diese Informationen aufzunehmen, zu verstehen und eine Entscheidung darauf hin zu treffen. Also greifen wir ein bisschen in die Trickkiste und denken in Klischees. Zwar steckt in jedem Klischee ein bisschen Wahrheit, aber der große Fehler dabei ist: wir pauschalieren und werden zum Beispiel den individuellen Kompetenzen eines Bewerbers nicht gerecht. Manches mag für die Masse zutreffen, aber vor allem im Bewerbungsprozess geht es nicht um die Masse, sondern um ein Individuum, das auf höchster Stufe individuell auf den Job und zum Unternehmen passen soll! Da sollte man alles andere als mit Klischees arbeiten und das Bauchgefühl außen vor lassen.

 

 

Wenn die Technik einfach Sinn macht

 

Die Digitalisierung schreitet voran und Prozesse werden durch Maschinen und intelligente Systeme vereinfacht. Viele Systeme können heute schon unfassbar große Mengen an Daten schneller und einfacher analysieren, interpretieren und sogar Entscheidungen treffen. Hierzu gibt es viele Diskussionen und Meinungen - für uns ist hier nur wichtig: 

Der Mensch muss sich an vielen Stellen neu erfinden und seine Kompetenzen anders einsetzen. Und das gilt auch für die HR Branche und das Recruiting!

 

Im Laufe der Jahre ist das Bewerben mit einem Lebenslauf durch die Digitalisierung einfacher und immer schneller geworden. Teilweise kann man eine Bewerbung mit einem Klick abschicken. Doch was sich kaum weiter entwickelt hat sind die Systeme auf der Unternehmensseite. Und damit meinen wir nicht die Programme, die dem Personaler helfen, die Bewerbungen zu sortieren. Sondern die Bewerbungen zu sichten, zu analysieren und auszuwerten! Kein Personaler hat mehr die Zeit Lebensläufe und andere Bewerbungsunterlagen richtig zu lesen, sich wirklich Gedanken zu machen, wie und ob der Kandidat gut passt und ob man diesen Bewerber eventuell noch weiterbilden und entwickeln kann. Je nach "Bewerberstapel" nehmen sich Personaler mal mehr, mal weniger Zeit für die Bewerbungsunterlagen. Erschreckend ist, dass viele Personaler nach 10 Sekunden Lebenslauf-Lesen bereits entschieden haben, ob der Kandidat passt. Wir glauben kaum, dass diese Entscheidung wirklich gut sein kann. Doch wir wissen, ein System schafft in dieser Zeit eine präzise und individuelle Auswertung und Empfehlung.

 

 

Das Happy End ist eine Kombination

 

Wir arbeiten daran die Bewerbervorauswahl so zu digitalisieren, dass die Bewerber nicht nur auf die Vergangenheit (Was haben sie schon gemacht?) und auf den aktuellen Job reduziert werden. Wir lassen vom System auch Zukunftsprojekte, Wünsche und Weiterentwicklungsmöglichkeiten auswerten, die dann den individuellen Karrierepfad mitbestimmen. Das ist eine Analyse- und Auswertungsleistung, die kein Personaler in einer vergleichbaren Zeit hinbekommt. Auch können Daten und Werte ermittelt werden, die eventuell Recruiter mit weniger Erfahrung auch noch nicht gut einschätzen können.

 

Warum sollte ein Top Recruiter tonnenweise Daten analysieren

und auswerten und seine kostbare Zeit verschwenden?

 

Vor allem, wenn wir die kostbare Zeit, die Motivation und die Kompetenzen von einem Recruiter im Bewerbungsgespräch brauchen! Dann, wenn es um Menschenkenntnis, Kommunikation, Verhandlungen und Zukunftspläne geht, muss der Mensch agieren. Von Mensch zu Mensch. Auch wenn es bereits Roboter gibt, die sprechen können, werden sie es in naher Zukunft nicht schaffen Vertrauen, Motivation und Begeisterung zu vermitteln. Hier sehen wir definitiv den Mensch als unersetzbar!

 

Unser Ziel ist es, den Schritt der Bewerbervorauswahl mit cleveren Systemen zu vereinfachen und zu beschleunigen, so dass der nächste Schritt des Bewerbungsgesprächs qualitativ hochwertiger sein kann. Am Ende ist Recruiting der Zukunft eine Kombination aus einem intelligenten, technischen System gepaart mit sozialen und kreativen Kompetenzen der Menschen.

Unser Fazit

 

Durch eine schnelle, emotionslose und intelligente Bewerbervorauswahl schaffen wir eine große Chance auf mehr Chancengleichheit. Denn einem System ist es egal, ob die Person eine Frau oder ein Mann ist, wie alt sie ist oder woher sie kommt - solange man das System auch so einstellt. Ist es einmal nach den richtigen Kriterien kalibriert, werden fantastische Ergebnisse erzielt!

 

ProjectRoom schafft Chancen für Chancengleichheit!

Unsere Kriterien, die ausgewertet werden:

  • Erfahrungen und Projekte
  • Kompetenzen
  • Zukunftsprojekte 
  • Ziele 
  • persönliche Entwicklung 
  • Bildung- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Emotionale Kriterien, die nicht ausgewertet werden: 

  • Name
  • Geschlecht 
  • Herkunft
  • Religion
  • Aussehen (Bild)
  • Alter

Kleine Ergänzung: Natürlich können Kriterien der rechten Spalte am Ende die Entscheidung noch beeinflussen. Auch kann das Alter eine Rolle spielen, da manche Kompetenzen und viel Erfahrung ein bestimmtes Alter voraussetzen. Doch für unsere erste Vorauswahl sind diese emotionalen Kriterien in unserem Standard Matching inaktiv. 

 

ProjectRoom ist der erste Karriereplaner der Zukunft, der Bewerber, Projekte, Jobs und Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zusammenbringt. Das wichtigste Kernelement sind die Kompetenzen, die für eine einmalige Chancengleichheit stehen und so an die Arbeit von Prof. Iris Bohnet anknüpfen. Wir freuen uns auf die Zukunft!

 

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