Mit Storytelling und einem ProjectBook zum Erfolg  - ein Praxisbericht!

"Ich habe keine Ahnung, was ich jetzt machen soll!", dachte Daniel, 20 Jahre, und stocherte in seinen kalten Spaghetti. Es war Nachmittag und Daniel war daheim, er hatte vor 3 Tagen sein Studium abgebrochen, dass er erst vor einem Semester angefangen hatte. Aber es ist einfach nicht das, was er machen möchte! Sein ganzes Leben der Lebensmittelentwicklung widmen? Nicht wirklich. Doch auch schon seine Ausbildung hatte mit Lebensmitteltechnologie zu tun - wie soll er da jetzt jemals wieder wegkommen? Am liebsten würde er die Zeit zurück drehen und noch einmal von vorne anfangen. Doch was genau Daniel dann machen will, weiß er auch nicht... und so geht es vielen jungen Menschen!

Wie alles began...

 

Daniel* hat sein Abitur gemacht und war eigentlich froh, als er die Schule verlassen und endlich etwas Praktisches starten konnte. Als Sohn eines selbstständigen Unternehmers mit Familienbetrieb lernt man von Anfang an ein Macher zu sein und nicht nur in Schulbüchern zu lesen. Da eine Ausbildung Praxis und Theorie viel mehr miteinander verknüpft als ein normales Studium an der Universität, war Daniels erste Station eine Ausbildung zum Kaufmann für Systemgastronomie. Der Bereich interessierte ihn, vor allem die betriebswissenschaftlichen Themen und die Logistik in diesem Bereich. * Name von der Autorin geändert

 

Nach 2 Jahren Ausbildung wusste Daniel genau, welche Bereiche gar nicht und welche Bereiche genau sein Ding sind. Nach Abschluss mit Auszeichnung von Stadt und Arbeitgeber für seine Leistungen als bester Azubi, arbeitete Daniel weiter für das Unternehmen. Er bekam immer mehr Verantwortung und hatte sogar die ersten kleinen Personalverantwortungen. Doch eins war Daniel klar: Um hier weiter zu kommen,  sich weiter zu entwickeln und auch in Zukunft an höhere Managenent-Positionen zu kommen, braucht er ein Studium. Wolken zogen auf und  die ersten Zweifel kamen!

Die große Enttäuschung nach der ersten Niederlage!

 

Als ausgebildeter Kaufmann für Systemgastronomie hatte Daniel nun seine erste Erfahrungen gemacht. Alles was jetzt kommt, sollte eigentlich auf diese Ausbildung aufbauen? Oder nicht? Daniel zweifelte schon daran, dass dieses Lebensmittelthema auf Dauer gut geht. Trotzdem entschied er sich für ein Bachelor Studium in Biotechnologie und Technologie der Lebensmittel... nach einem Semester war Schluss und Daniel wusste, wenn er nicht in einem Labor enden will, wo er Lebensmittel entwickelt, dann muss er hier jetzt die Notbremse ziehen - allen Zureden und Ratgebern zum Trotz!

 

Und nun? Hatte er sich so verschätzt? Hatte er die letzten 3 Jahren nur die falschen Entscheidungen getroffen? Und wie kommt er wieder zu den Aufgaben, die er in der Ausbildung so gerne gemacht hat und die ihm auch im Familienunternehmen Spaß machen. Und wie sieht seine Zukunft aus? Fragt man Daniel nach seinen Zielen zuckt er nur mit den Schultern. Bohrt man trotzdem weiter und stellt die Fragen ein bisschen danach, was ihm Spaß macht und welche Jobs er interessant findet, kommen dann kurze und unsichere Antworten. Irgendwann sagt Daniel: "Etwas in der Wirtschaft mit Management - aber für die Jobs, die mich interessieren würden, bin ich nicht geeignet und bei einem BWL Studium werde ich sicher auch nicht angenommen!". 

 

Daniel zweifelt an seinen Entscheidungen, an seinem Können und noch mehr an seiner Zukunft - dabei hat er tolle Erfahrungen gemacht und für sein Alter gute Kenntnisse in verschiedenen Bereichen. Doch das alles sieht Daniel nicht mehr. Es ist wie eine große Blockade, die seine Energie und seine Motivation auf null bremst. Selbst wenn er sich um nächste Schritte kümmern würde - er weiß gar nicht, wo er anfangen soll...

Ein großartiges Profil erschaffen und neue Chancen nutzen!

 

Doch wie kann man Daniel helfen? Um ein überzeugendes Bild von Daniel zu schaffen, muss man all seine Entscheidungen, Beweggründe, Erfahrungen und Zukunftspläne zu einem großartigen Profil bündeln. Wir sind mit Daniel zusammen unsere ProjectRoom Schritte durchgegangen:

 

Schritt 1: Das Sammeln von allen Erfahrungen und Projekten

Um ihn wieder zu motivieren und ihm zu zeigen, wie weit er eigentlich schon gekommen ist, skizzieren wir ganz frei all seine Stationen, Erfahrungen, Projekte und Aufgaben, die ihm positiv in Erinnerung geblieben sind. Die besten "Projekte" werden als Highlights markiert.

 

ProjectRoom Empfehlung: Diese Erfahrungen als Projekte (Projektkategorien: Business, Privat, Weiterbildung, Zukunft) in einem ProjectRoom Profil anlegen. Denn hier wird aufgezeigt, welches Projekt auch welche Kompetenzen vermittelt hat.

 

Schritt 2: Recherche und Vorbereitung ist die halbe Miete

Viele junge Menschen leben im Informationsüberfluss und sind trotzdem so hilflos, wenn es darum geht, berufliche Ziele und Wünsche zu finden und in die Umsetzung zu gehen. Wir geben hier die Hausaufgabe einfach mal zu recherchieren, zu lesen und sich wirklich mit Themen fokussiert zu beschäftigen. Diese Arbeit muss sich einfach jeder machen! Für uns hängen die eigenen Ziele auch mit den Informationen von außen zusammen. Ich muss wissen, was es gibt oder eben nicht gibt, um zu wissen, was ich will und was nicht. Zum Beispiel kannte Daniel nicht die Möglichkeiten von einem berufsbegleitendem Fernstudium und wusste auch nicht, ob er sich bei einem dualen Studium selber den Studienplatz suchen muss, oder ob sich das Unternehmen darum kümmert.... auch hier heisst das Zauberwort Recherche im Internet und Erfahrungsaustausch durch Gespräche. 

 

ProjectRoom Vorbereitungs-Empfehlung:

  • im Internet recherchieren (am besten gibt nimmt man sich zu Beginn 5 Themen vor, die man einfach mal googelt)
  • mit Freunden und Bekannten sich über Jobs und deren Berufswege unterhalten
  • Erfahrungsberichte lesen oder anschauen (in Karrieremagazinen, Seiten wie www.whatchado.com, Mitarbeiterberichte auf Unternehmensseiten) und sich ein eigens Bild machen
  • Verschiedene Zeitschriften zu Themen wie Wirtschaft, Innovation, Zukunft, Beruf und Karriere lesen
  • das Telefon benutzen und Menschen anrufen, die mehr wissen als man selber! (Mentoren, Coaches, Bekannte)
  • Karrieremessen und Berufinformations-Tage nutzen - und dann dort natürlich auch mit Menschen sprechen! 

Schritt 3: Pläne schmieden!

Nun denken viele Leute, man muss einen strikten Plan haben, um seine Ziele zu erreichen. Dabei geht es eher darum sich feste Ziele zu setzen, die auch mit verschiedenen Plänen erreicht werden können. Man muss nur, wenn ein Plan mal nicht funktioniert, Plan B schon längst in der Tasche haben.

 

Ein Beispiel: Daniel hat sich nun für ein BWL Studium beworben und arbeitet bis dahin Vollzeit im Familienunternehmen. Sollte er für den Studienplatz eine Absage bekommen, hat er keinen Plan B und die Enttäuschung wird ihn wieder runterziehen. Zusammen mit Daniel haben wir daher Plan B, C und D ausgearbeitet und uns auf die möglichen Rückschläge vorbereitet:

 

Plan B: Wir haben eine Bewerbung für einen dualen Studiengang mit BWL und einem tollen Unternehmen geschrieben - das startet zwar erst in 6 Monaten, aber wenn Daniel die Zusage bekommt, kann er diese Zeit noch super für weitere Entwicklungen und Erfahrungen nutzen!

 

Plan C: Wir recherchieren alles was es über BWL Fernstudiengänge gibt: Was kostet das? Wo gibt es diese Unis? Wie studiert man da? Abendschule oder alles mit Online-Fernkursen? Dann kann man sich einen Job suchen und Studium und Arbeit kombinieren (Hinweis: Je nach Zielen, Zeiteinteilung und Job, sollte man darauf achten, ob es ein Vollzeit oder ein berufsbegleitendes Fernstudium ist). Diese Alternative erfordert, zugegeben, Disziplin und Durchhaltevermögen - aber eins war Daniel ja schon ganz früh klar: Er will nach oben! Und das bedeutet einfach Einsatz.

 

Plan D: Sich in anderen Städten oder gar Ländern bewerben - für Daniel so gut wie fast keine Option, aber für andere Studenten ganz oft eine super Alternative. Vor allem dann, wenn in der eigenen Stadt der NC eines Studiengangs und die Bewerberanzahl sehr hoch sind. 

  

Und die Liste kann man nun weiter führen. Und wenn eine Möglichkeit nicht klappt, probiert man einen anderen Weg - und es gibt immer Wege und Mittel etwas zu erreichen. Oft sieht man sie selbst nicht sofort und manchmal muss es auch einfach ein paar Mal nicht klappen, damit man dann genau das Beste erwischt.

 

ProjectRoom Empfehlung: Starke Pläne machen und flexibel reagieren.

Schritt 4: Bewerbungsunterlagen - Jeder sollte ein bisschen Storytelling können!

Nachdem es den Lebenslauf und das Anschreiben gefühlt schon 500 Jahre gibt und die Personaler in den Unternehmen sich nur langsam auf neue, innovative Möglichkeiten der Bewerbung einlassen, gilt immer noch: diese beiden Dokumente sind die Grundlage für die meisten Bewerbungen. Warum sich das dringend ändern muss und wie wir mit ProjectRoom das ändern wollen, steht am Ende des Beitrags und in anderen Blog Beiträgen von uns.

 

Bis zu einem Umdenken bleibt uns nur eins übrig: Unsere Geschichten in den Standard Bewerbungsunterlagen zum Leben zu erwecken und nach und nach innovative Möglichkeiten mit einzubauen. Eine Methode, die aus Informationen eine Geschichte macht ist das Storytelling und kommt eigentlich aus dem Bereich der Geschichtenerzählung, der Filmdrehbücher und Autoren. Aber mittlerweile wird Storytelling auch in der Werbung, in Workshops und in ganzen Kommunikationskampagnen benutzt, da es die Menschen erreicht und gezielt anspricht. 

 

Diese Elemente des Storytellings sollte man kennen:

Die klassische Spannungskurve
Die klassische Spannungskurve

Die Spannungskurve: Es gibt immer einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss - das Happy End. Somit lässt sich in jedem Karriereweg eine Spannung aufbauen und auch erzählen. 

 

Der Charakter und seine Gründe: Es interessiert nicht nur, was der Held der Geschichte gemacht hat, sondern auch wieso! Oft sind es genau unsere Gründe, die Fehlschläge erklären, Umwege zu positiven Erlebnissen machen und uns die Zukunft planen lassen. Am Anfang rettet der Held die Prinzessin für Ruhm und Ehre - und am Ende entscheidet er sich gegen das Geld und für die Liebe! 

 

Roter Faden: Es gibt in allen Geschichten, Berichten und anderen Kommunikationsmitteln einen roten Faden. Dieser rote Faden ist wie eine Linie, die den Leser führt und die Grundrichtung immer beibehält. So können auch Nebengeschichten erzählt werden, ohne die Orientierung zu verlieren und ohne zu sehr Abzuschweifen.

 

Das Happy End: In den meisten Fällen geht eine Geschichte gut aus und man kann erahnen, wie die Charaktere aus der Geschichte weiterleben. Am Ende einer Bewerbung sollte das Unternehmen immer ein Bild davon bekommen, wie es weiter gehen könnte! Wie sieht die Zukunft aus und was sind gemeinsame Pläne und Schritte auf dem Karriereweg.

 

ProjectRoom Empfehlung: Die richte Verpackung der Geschichte für eine Bewerbung

Die Geschichte für eine Bewerbung steht (bis jetzt noch) in einem Lebenslauf und einem Anschreiben. Beide Dokumente sollten aufeinander abgestimmt sein - dabei ist der Lebenslauf etwas neutraler und faktischer, das Anschreiben hingegen emotionaler und beschreibender. Um sich abzuheben und ganzheitlicher zu präsentieren, empfehlen wir auf jeden Fall innovative Möglichkeiten wie ein ProjectBook zu nutzen.

 

Zusammen mit Daniel haben wir seine Geschichte großartig in einen Lebenslauf, in ein Anschreiben und in ein ProjectBook verpackt. Das Neue: Daniel hat sich seine besten 2 Erfahrungen rausgesucht, diese als Projekte beschrieben und im ProjectBook gespeichert. Auch hat er ein Zukunftsprojekt angelegt, in dem er sein "Happy End" und seine Zukunftspläne beschreibt. So bekommt das Unternehmen einen ganzheitlichen Eindruck von Daniel und kennt seine Geschichte. Nun liegt es am Unternehmen, ob die Geschichte gemeinsam weiter geht und eine Fortsetzung entsteht.


Tell us your story!

Du brauchst Hilfe bei einer Erstellung oder den verschiedenen ProjectRoom Schritten? Oder du möchtest Unterstützung bei Erstellung deines ProjectBooks? Dann melde Dich bei uns. Wir können ein erstes kostenloses Gespräch führen und uns kurz anschauen, wie du ProjectRoom am besten für Dich nutzen kannst. 


Join the future!

Da nun nicht jeder ein großartiger Geschichtenerzähler ist, können ein Anschreiben und gut formulierte Bewerbungsunterlagen eine große Herausforderung sein. Und das alles nur um einen Personaler von dem eigenen Können zu überzeugen? Eigentlich beweist man in diesen Unterlagen nur, dass man gut und überzeugend formulieren kann. Aber was ist, wenn man im Schreiben eine Niete ist? Und man besser im persönlichen Gespräch überzeugen kann? Ist man dann immer im Nachteil wegen schlechten und nicht überzeugenden Texten? Wir wollen hier neue Chancen schaffen und den Bewerbungsprozess verbessern.

 

Wir arbeiten daran, dass in Zukunft die Vorauswahl in einem Bewerbungsprozess intelligente Systeme übernehmen. Dabei braucht das System nur die relevanten Daten, egal in welcher Struktur und ohne blumige Ausschmückung. Just the facts! Wir brauchen kein Anschreiben mehr, keine extra geschriebenen Dokumente oder starke Formulierungen, die den Bewerber präsentieren und den Personaler überzeugen. Unser intelligentes System erkennt automatisch aus Daten die jeweilige Story, die erlangten Kompetenzen und die Möglichkeiten in der Zukunft.  Ab sofort sprechen Daten in einem ProjectRoom Profil und die daraus automatisch generierten Kompetenzen für sich! Dieser digitale Vorauswahl-Prozess gibt Bewerbern endlich die Chance mit Erfahrungen und Kompetenzen zu punkten und nicht nur durch gute Formulierungen, ordentlichen Lebensläufen und (immer noch) einem guten Foto die Personaler zu überzeugen. 

 

Umso mehr geht es nach dem Vorauswahl-Prozess dann zur Sache. Im Bewerbungsgespräch müssen sich die Bewerber persönlich präsentieren und sich beweisen - doch zählt hier der Mensch und nicht ein Dokument. Und auch die Rolle der Personaler wird durch die digitale Vorauswahl wieder auf das wirklich wichtige fokussiert: die Beurteilung von Menschen in einem persönlichen Gespräch. Und nicht die Analyse und Datenauswertung von tabellarischen Dokumenten... das können Systeme einfach schneller und effektiver. Wir müssen ihnen nur vertrauen! 

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