Was passiert, wenn der Lebenslauf dem Bewerbungsprofil der Zukunft weicht und intelligente Systeme den Vorauswahl-Prozess im Recruiting übernehmen?

Der Wandel der Arbeitswelt drängt voran und leider wird nur langsam klar: der Lebenslauf wird immer mehr zu einer Hürde! Die Informationen, die für die zukünftige Jobbesetzung nötig sind, ändern sich und intelligenten Systemen ist es jetzt schon egal, ob die Informationen tabellarisch geordnet sind oder das Dokument genau 2 Seiten lang ist. Noch vertrauen viele Menschen den neuen technischen Innovationen im HR Bereich nicht! Doch es wird die Zeit kommen, wo der Vorauswahl-Prozess für Kandidaten und Unternehmen komplett digital abgebildet wird und der Mensch erst wieder beim Bewerbungsgespräch zum Einsatz kommt. 

Die Chance im HR Bereich

Im Moment ist der Lebenslauf aus den aktuellen Recruiting- und Bewerbungsprozessen nicht wegzudenken und Personaler sind immer noch stark dabei, alle Prozessschritte für eine Jobbesetzung selber durchzuführen - das ist ja schließlich ihr Job. Oder? Viele neue Ansätze im Markt versuchen starre Wege und Standards aufzubrechen und Zweiflern, Bremsern und Digitalisierungs-Gegnern zu beweisen, dass neue Wege auf längere Sicht Arbeitserleichterung, Zeit- und Kostenersparnis bringen. Der erste Schritt mag zuerst nach Mehraufwand klingen - aber nur die, die jetzt investieren, können in der Zukunft mithalten.

 

Die ersten Zeichen sind schon jetzt sichtbar

Immer größer wird die Unzufriedenheit mit dem Lebenslauf und immer mehr wird versucht dieses Standard-Dokument anzupassen. Doch anstatt den Lebenslauf und die dazugehörigen (teilweise noch manuellen) Prozesse wie Lebenslaufsichtung, Speicherung, Ablage etc. komplett über Bord zu werden, wird an alten Mustern festgehalten. Lebensläufe per eMail zu bekommen, automatisch in ein Bewerber-Management-System zu speichern und dort eine Feedback-Nachricht zu verschicken - das ist noch keine Digitalisierung, noch keine Innovation und schon gar nicht die Zukunft!

 

Kleine Schritte: Den Lebenslauf umwandeln

Ab Januar 2017 geben wir den Bewerbern die Chance mit uns die ersten kleinen Schritte zu gehen. Weg vom Lebenslauf, hin zu einem Bewerbungsprofil der Zukunft. Dort verschwinden tabellarisch angeordnete Jobtitel, Hobbys und unwichtige Formatierungen und Kompetenzen, individuelle Projekte und das eigene Selbstmarketing treten in den Vordergrund. Wir begleiten die Bewerber gleich ab der Registrierung auf Projectroom. Solange es noch Lebensläufe gibt, können Bewerber den Lebenslauf hochladen (später auch Social-Media Profile) und bekommen sofort ein Feedback von uns. Dieses Feedback enthält eine Kompetenz-Einschätzung des Lebenslaufes, die in den meisten Fällen Lücken aufweist. Allerdings bedeuten die Lücken nicht automatisch, dass der Bewerber etwas nicht kann, sondern dass Informationen fehlen. Diese Lücken werden von uns ausgewiesen und es werden dem Bewerber Projekte vorgeschlagen, mit denen er fehlende Informationen liefern und sein Profil verbessern kann. Alle Projekte und Kompetenzen werden dann im Projectroom Profil gespeichert und der Bewerber hat verschiedene Optionen auf der Plattform sein Profil zu nutzen. Die wichtigsten Punkte sind: Jobs zu finden, die wirklich zu seinem Profil passen und die eigene Präsentation, um von passenden Jobs gefunden zu werden!

Die neuen Informationen der Bewerber nutzen

Zusammen mit dem Bewerber schaffen wir es, aussagekräftigere Informationen zu bieten und großartige Profile zu gestalten. Mit diesen Profilen können sich Bewerber präsentieren, gefunden werden und können sich selber auf passende Jobs bewerben. Dabei bekommt der Bewerber nur noch die Jobs zu sehen, die zu ihm passen - das System übernimmt die Vorauswahl und der Bewerber muss sich nicht mehr mit einer Masse an kaum oder gar nicht passender Jobs rumschlagen. Das ist wie Zalando und Outfittery - bei Zalando gibt es viele einzelne Angebote und ich muss alles selber suchen. Wenn ich nicht zu 100% weiß, wonach ich suche, bin ich hier Jahre beschäftigt. Bei Outfittery habe ich ein Profil und bekomme Outfits vorgeschlagen, die zu meinem Profil passen und das System übernimmt die erste Vorauswahl.

 

Die intelligente und systemgetriebene Vorauswahl spielt auch auf Unternehmensseite von Projectroom eine große Rolle. Denn neben Active Sourcing Möglichkeiten können auch Unternehmen das System für die intelligente Vorauswahl nutzen: Das Unternehmen stellt Jobs auf das eigene Profil ein und bekommt für jeden Job eine TOP10 Liste an Kandidaten vorgeschlagen, die auf die Stellenanzeige passen. Analysiert und intelligent interpretiert werden im Hintergrund jeweils die Jobinformationen und die ganzheitlichen Kandidatenprofile. Gemachted werden aber keine Jobtitel und semantischen Wortverwandten, sondern Kompetenzen, Fähigkeiten und Zukunftsvorstellungen. Die Ergebnisse zu jedem einzelnen Kandidaten finden die Unternehmen in einem individuellen Match Report.

 

Was Systeme bereits können

Im Match Report selber stehen nicht nur Details über die Kompetenzen und die Passgenauigkeit. Im zweiten Teil des Reports stehen dann die ersten individuellen Handlungsempfehlungen, angepasst an den Kandidaten, und auch Vorschläge für eigene Karrierepfade, die für den Kandidaten im Unternehmen möglich wären (mehr über Karrierepfade hier).

 

Der Grundgedanke: Ein Unternehmen stellt Jobs ein, bekommt eine TOP10 Liste und erhält zu jedem Kandidaten eine Handlungsempfehlung. Zum Beispiel: Wenn der Kandidat perfekt passt, bekommt er eine grüne Markierung. Das bedeutet, der Kandidat kann sofort für ein Interview eingeladen und angerufen werden. Dazu erhält das Unternehmen im Match Report Interview-Leitfragen, die individuell aus dem Kandidatenprofil ermittelt wurden und die genutzt werden können.

In diesem ganzen Prozess hat der Personaler noch keinen Lebenslauf und noch kein Profil angeschaut - muss er auch nicht, denn das macht das System für ihn. So kann der Personaler sich seinen ersten Eindruck im Gespräch machen ohne vorher durch Informationen beeinflusst worden zu sein - und das bringt neue Chancen für Unternehmen und Bewerber! Voraussetzung: Vertrauen in das System.

 

Wir begleiten Unternehmen bei diesem mutigen Schritt. So machen Unternehmen verschiedene Testläufe und probieren aus, alte Prozesse mit dem Neuen zu verbinden:

  • Unternehmen sprechen mit dem Bewerber, ohne das Kandidaten-Profil vorher anzuschauen (wie von uns empfohlen, wichtigste Info hier für das Unternehmen: Kandidat passt ja! Nur das diese erste Einschätzung vom System und nicht vom Menschen kommt)
  • Das Unternehmen schaut das Profil erst nach dem Bewerbungsgespräch an und prüft, ob es genauso entschieden und den Kandidat angerufen hätte
  • Das Unternehmen schaut vor dem Telefonat das Profil an und prüft nach dem Bewerbungsgespräch, ob da System "auch Recht hatte"

Probieren Sie es gerne aus! Wir freuen uns über mutige Unternehmen, die in die Zukunft starten wollen und nach und nach mit innovativen, technischen Entwicklungen arbeiten wollen.

 

Auch wenn es zu Beginn schwer fällt künstlicher Intelligenz, neuronalen Netzen und der Digitalisierung zu vertrauen, müssen wir etwas wagen. In vielen anderen Bereichen wird auch auf die Technik vertraut und da geht es um weit mehr als nur um die Auswahl von passenden Kandidaten... 

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