Träume nicht Dein Leben, lebe deine Träume - oder warum Steffi keine Tierärztin geworden ist (von 2015)

Wenn man ein Kind fragt, was es mal werden will, antwortet es mit leuchtenden Augen Feuerwehrmann, Astronaut oder Polizist. Mädchen träumen von Krankenschwester, Lehrerin oder Tierärztin werden. Auch ich wollte immer Tierärztin werden...

 

... doch dann kam irgendwie das Leben dazwischen.

Allerdings hielt der Wunsch an, bis ich ca. 13 Jahre alt war und ein zwei wöchiges Praktikum im Tierpark Hellabrunn in München gemacht habe. Mit rosa Wolken, Freude auf Tiere streicheln und ganz viel Naivität wurde ich an meinem ersten Tag in den Bereich „Europa“ eingeteilt. Also nichts mit den spannenden Tieren wie Elefant, Giraffe oder Co. Nein, ich durfte eher die langweiligen und unspektakulären Tiere wie Esel, Ziegen, und Schafe pflegen. Und in der zweiten Woche kam ich dann ins Fledermaushaus – ja was soll ich sagen… Meine Freude hielt sich in Grenzen. Im Sommer bei Sonnenschein und blauen Himmel in einem dunklen Raum mit flatternden kleinen Batmans zu arbeiten, zeigte mir ganz klar, dass meine Tierliebe wohl doch nicht so groß war, um Tierärztin zu werden. ABER ich hatte meinen Traum gelebt, wenn auch nur kurz…und statt Ärztin eben als Pflegerin. Die Erfahrung war großartig, doch Tierärtzin wurde ich nie – dafür aber Konzeptionistin für Kommunikationsmedien. Ist ja ganz ähnlich.

 

Nach der geplatzten Tierarzt-Seifenblase trieb ich ein bisschen in der Schulsuppe mit und fand aber in keinem Fach und durch kein Thema eine Inspiration für weitere Zukunftspläne. Ob das nun an dem tollen Schulsystem, an den hochmotivierten Lehrern oder den überaus sinnvollen Schulstoff lag, weiß ich heute gar nicht mehr. Der erlösende Moment kam ca. 2 Jahre später als ein Freund von mir eine kleine Handkamera zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Die Aufteilung war von Anfang an klar: Er Kameramann – ich Regisseurin! Zu jeder Gelegenheit haben wir ein Video uns ausgedacht, gefilmt und geschnitten. Egal ob Werbungen und Serien nachspielen, Leute auf der Straße befragen oder einfach nur verkleidet durch die Stadt laufen und sich zum Affen machen – wir haben alles mitgenommen. Nach den ersten (in unseren Augen) Erfolgen wollte ich dann Regisseurin werden. Ich wollte mein Hobby zum Beruf machen. Natürlich mit Hollywood, großen Filmen und großem Erfolg. Schon damals dachte in "groß".

 

In meinem Filmstudium mit Schwerpunkt Regie habe ich dann erst mal gelernt, dass Deutschland nicht Hollywood ist und die deutsche Filmbranche… sagen wir mal… etwas eigen ist und mal so gar nicht meinen Wünschen entsprach. Ich wollte neue Ideen erschaffen, Konzepte kreieren und neue Welten gestalten und umsetzen. Heute weiß ich, dass das mein wirklicher innerer Traum ist, seit ich die Kamera von meinem Freund das erste Mal in seiner Hand gesehen habe. Der beste Moment ist, wenn ich etwas zum ersten Mal sehe oder höre und jemand eine neue Idee braucht. Dann fängt mein Kopf an zu kribbeln, Bilder über Bilder schießen durch mein inneres Auge und ich kann nur noch denken „Das wird geil!“.

 

Meine Wege führten mich dann nach meinem Studium über viele verschiedene Stationen, die alle irgendwas mit Film, Fernsehen, Werbung, Kommunikation und Medien zu tun hatten. Ich will da gar nicht weiter drauf eingehen, kann man auf dem Portal mit dem grünen X bei Bedarf nachlesen.

 

Heute darf ich mich voller Stolz Konzeptionistin nennen! Für die, die sich darunter gar nichts vorstellen können, hier die Definition von wikipedia:

 

Konzepter ist eine Tätigkeit in den Feldern der (Marketing-)Kommunikation, wie z. B. Werbung, Public Relations, Live-Kommunikation, Neue Medien, Multimedia. Der Konzepter erstellt federführend gemeinsam mit anderen Projektbeteiligten (…) das Konzept für das Projekt oder die Produktion. Weitere häufig verwendete Begriffe für den Konzepter sind: Konzeptioner, Konzeptionist, Konzeptionstexter und (im Bereich Neue Medien) Informationsarchitekt.

 

Als Konzeptionistin kann ich mich kreativ austoben, meine Gedanken zu Ideen formulieren und in Konzepten umsetzen. Dieser innere Wunsch hat sich seit meinem ersten Videoprojekt nicht mehr groß verändert. Nur das Medium, das am Ende umgesetzt wird, war von Job zu Job immer ein bisschen anders. Doch am Anfang stehen meine Gedanken und meine Ideen.

 

Und ich bin der festen Überzeugung, dass viele Menschen auch diesen inneren Drang haben und ihr Hobby auch zum Beruf machen wollen. Ich glaube fest daran, dass viele Menschen mit einem passenden Job glücklicher wären. Und ich weiß, dass sich der Bewerbungs- und Recruiting-Prozess verändern muss, um mehr Menschen auf der Welt die Chance zu geben zu zeigen, was sie wirklich können und auch wirklich machen wollen. Mit Projectroom möchte ich diesen Menschen dabei helfen, sich ein glückliches und erfülltes Leben zu gestalten und ihre Träume zu leben!

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